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    Gut versichert ist halb geschützt

    Von Steffen | 22.April 2010

    Die Kostenspirale für die gesetzlichen Krankenkassen dreht sich weiter und das nicht unbedingt zum Besten der Arbeitnehmer. Während sich Selbstständige über bevorzugte Behandlungen bei Ärzten und teure Medikamente freuen können, wird trotz gestiegener Beiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung weiter eifrig gespart. Statt Einzelzimmer im Krankenhaus, heißt es Dreibettzimmer, statt aufwendiger Spezialbehandlungen wird das Standardprogramm abgespult. Servicewüste Deutschland also nun auch schon bei den Krankenversicherungen? Gelobt sei da die Krankenversicherung für Selbstständige, denn die müssen sich mit diesen Problemen nicht quälen.

    Krankenversicherung für Selbstständige heißt nicht nur erhöhte Beitragssätze, hier bekommen die Versicherten noch etwas für ihr Geld. Und auf all diese Leistungen haben auch die gesetzlich Versicherten ein neidisches Auge drauf geworfen. Aber! Noch gibt es eine Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung, die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze. Diese Beitragsbemessungsgrenze bedeutet konkret, alle Arbeitnehmer müssen eine festgelegte Mindestgrenze mit ihrem Verdienst über die Dauer von drei Jahren konstant überbieten, damit sie die Chance erhalten, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Wird die Einkommensgrenze für die private Krankenversicherung nicht überschritten, dann müssen die Arbeitnehmer wohl oder übel in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben. Derzeit werden deshalb die Stimmen immer lauter, diese Grenze herabzusetzen, damit mehr Menschen sich freiwillig entscheiden können, die private Krankenversicherung mit ihren vielen Vorteilen nutzen zu können.

    Doch das ist derzeit noch Zukunftsmusik, denn bislang ist diesbezüglich noch keine Änderung in Sicht. Dabei werden die privaten Versicherungen täglich attraktiver, denn die gesetzlichen Kassen schwächeln stark. Die Beiträge steigen mehr und mehr, aber trotzdem sind die Kassen leer. Zwar muss deshalb niemand unbehandelt nach Hause gehen, doch werden nur noch die verpflichtenden Behandlungen angeboten. Wer mehr will, muss zuzahlen. Das betrifft inzwischen neben Untersuchungen beim Augenarzt, auch Zahnersatz und Medikamente. Das muss besser werden, klagen die Versicherten.

    Author Steffen

    Topics: Versicherungen | Kommentare deaktiviert für Gut versichert ist halb geschützt

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